Als ich mich letztes Jahr dafür entschied, RYI zu unterstützen und mich vor Ort für den Aufbau dieser jungen NGO einzusetzen, brachte ich 2 ½ Jahre berufliche Erfahrung im Bereich von (internationalen) Freiwilligendiensten mit und ein Herz für das Land Südafrika. Emma meinte: Das reicht!, und so buchte ich den Flug nach Kapstadt.
Meine Aufgaben hier sind schwerpunktmäßig der Aufbau von einem Netzwerk nach und in Deutschland, das vor allem auf den Einsatz und die Begleitung von Freiwilligen aus Deutschland in Projekten in den Townships abzielt. Hand in Hand damit gehen Maßnahmen zum Fundraising sowohl in Cape Town als auch in Deutschland und ein enges Zusammenarbeiten mit örtlichen Organisationen und Kooperationspartnern.
Praktisch heißt das zur Zeit: ich führe zwei Blogs über meine Arbeit, versuche, ein Auto aufzutreiben (und das Geld dafür), liefere Emma Texte für die homepage, entwerfe Material und Formulare für die Freiwilligenprogramme, kontaktiere Organisationen in Deutschland, kurbele die Anerkennung als weltwärts-Einsatzstelle an, schreibe, übersetze, besuche die Projekte in Khayelitsha, entwickle mit Dumisani zusammen kreative Ideen, um die politische Gemeinde auf uns aufmerksam zu machen und finanzielle Unterstützung zu erhalten (Events, Turniere, Medienpräsenz...), suche eine Unterkunft, um Freiwilligen aus Übersee ein zu Hause zu bieten, entwickle Methoden zur Begleitung derselben, besuche andere NGOs in Khayelitsha und stelle ihnen unsere Arbeit vor, lese mir Wissen über Fundraising und Management an usw.
Die Herausforderung besteht darin, keinen Chef zu haben, der einem sagt, was man tun soll, sondern zwar ein Team zu sein, aber trotzdem selbstständig zu arbeiten. Die Devise und der Motor einer NGO: Wenn man nicht arbeitet, wird auch kein Geld reinkommen. Je mehr man sich bemüht, desto mehr kann man realisieren. Das ist spannend und Neuland für mich – teilweise arbeite ich ja praktisch wie eine Freiberufliche und setze die Prioritäten selber. Aber ich entdecke: Diese Arbeitsmethode setzt ganz neue Kräfte frei!
Mein Fazit bisher: Es ist ein Job, in dem ich hundertprozentig das einsetzen kann, was ich an Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringe und der mich begeistert, weil er einem Ziel dient, von dem ich überzeugt bin. Abgesehen davon ist es eine unglaublich abwechslungsreiche Tätigkeit, bei der ich viel unterwegs bin und Kontakte knüpfe, was ich schon von meiner Arbeit für den Deutschen EC-Verband gut kenne und genieße! Ich freue mich darauf, Euch auf dem Laufenden zu halten.
Danke für Euer Interesse an meiner/unserer Arbeit! Rückfragen können auch gern an mich direkt gestellt werden: kornelia.bernick(at)gmx.de
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