Mittwoch, 11. April 2012

Von Taxis, Ostern und Basketbällen

Mit Ostern hält in Südafrika der Herbst Einzug. Nach vier Monaten, in denen ich meine FlipFlops nur zum Schlafen ausgezogen hab, meine Bein-Bekleidung allerhöchstens bis zum Knie reichte und die Sonnenbrille sogar für mich zum unentbehrlichen Utensil geworden ist, kugel ich mich nun nachts bei 15 Grad Celcius unter zwei Decken und lass die Wollstrümpfe an (Gruß nach Deutschland an eine liebe Freundin, die anscheinend wusste, dass dieser Moment kommen würdeJ). Klingt etwas übertrieben, aber selbst Voltaire stellte schon fest: „Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit.“ Ich habe ich dermaßen an den südafrikanischen „endlosen“ Sommer gewöhnt, dass das Ende desselben dann anscheinend doch ein Härtefall ist. 

Photo by: Hillsong Church Cape Town
Auch sonst war mein erstes Ostern hier ganz besonders und unvergesslich. Ich habe es zu großen Teilen in meiner Gemeinde, der Hillsong Church Cape Town, verbracht, und staunte angesichts der Massen von Besuchern, denen ich als neues Mitglied des „welcome-Teams“ nun jeden Sonntag persönlich die Hand geben darf/muss. Es mussten sogar spontan weitere Gottesdienste angehängt werden, da am Eingang eine Schlange mit mehreren hundert Leuten auf Einlass wartete. Das Oster-Motto „Cross = Love“ war schon in den Wochen vorher auf kreativste (und meistens legale) Art und Weise überall in der Stadt zu finden und dürfte jedem Capetonian nun ein Begriff sein...

Bei Real Youth International stehen wir mit dem neuen Schul-Term, der nach Ostern beginnt, neuen Herausforderungen gegenüber. Die Gebühr, die alle Township-Basketballteams für die Teilnahme an der Liga zahlen müssen, ist fällig und stellt viele NGOs vor finanzielle Engpässe. Wir bemühen uns, die Summe von 1000 Rand (=ca. 96 Euro) aufzubringen, weil wir davon überzeugt sind, dass die Teilnahme an offiziellen Turnieren die Jungs unserer Teams motiviert und voranbringt und ihnen die Chance gibt, ihre Basketball-Fertigkeiten auszubauen. Einige der Spieler aus der Vergangenheit haben teilweise sogar auf der nationalen Ebene gespielt.
Wenn Ihr Euch angesprochen fühlt, uns bei diesem konkreten Posten zu unterstützen, freuen wir uns sehr über jeden Euro, mit dem wir den 96 Euro näher kommen. Vielen Dank, wenn Ihr uns helft, den Kids aus Khayelitsha eine erfolgreiche Basketball-Saison zu ermöglichen! Um Euch das so einfach wie möglich zu machen und um Euch vor Gebühren zu bewahren, spendet bitte mit dem Stichwort „Donation Basketball Fee RYI“ auf mein deutsches Konto: Kornelia Bernick, comdirect Bank, Konto-Nr: 583663000, BLZ: 20041155. 

Ich schließe mit einer Minibus-Taxi-Anekdote von gestern: Wir sind unterwegs im Minibus, ein anderer Autofahrer kommt herangerast und hätte uns um ein Haar gerammt. Unser Fahrer flucht, alle im Bus halten den Atem an. Nur der Beifahrer, den es fast erwischt hätte, meint trocken: „Oh mann. Das muss ein Taxifahrer außer Dienst sein.“

3 Kommentare:

  1. Hi Konni, na ist doch klasse :) Da hat Gott dir Engel eindeutig mit auf die Seite gestellt ;)
    Waren die Socken von ;) <3 ;)

    glg Nicole

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    1. Hi Nicole, die Socken waren von einer anderen Freundin, die sie mir gab und meinte: Auch in Afrika kann es mal kalt werden! :) Sie leisten wirklich gute Dienste...

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  2. sagte ja nicht das sie von mir waren ;) fragte ja ob sie von einem Herzen sind ;)
    schön das du so eine Freundin hast.
    lg

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