Montag, 13. Februar 2012

Ten things I hate about...


Als Besucher in Suedafrika ist es nicht schwer, alles hier zu lieben: Das Land, die Menschen, das Essen, das Wetter.
Als Bewohner Kapstadts habe ich jedoch durchaus meine Momente, in denen ich nicht anders kann: Trotz Sonne und Strand finde ich hier laengst nicht alles immer liebenswert.
  1. Suedafrikanische Computerviren – heimtueckisch, in hoechstem Masse anggressiv, langlebig und nachweislich sogar auf Kameras uebertragbar.
  2. Plastiktueten – Suedafrika, das Land der gelben plastic bags. Meine Versuche, an der Supermarktkasse auf sie zu verzichten, wurden entweder mit Unverstaendnis erwidert oder ignoriert.
  3. African time – manche Tage verbringe ich mehr mit Warten als mit etwas, das sich produktiv anfuehlt. Dass ich zum Visum Beantragen einen vollen Tag einplanen muss, leuchtet mir dabei fast noch ein... Einziger Bonus: Warten in Afrika ist extrem unterhaltsam und niemals einsam!
  4. Fast Food – wer immer schon einmal Vegetarier werden wollte, es aber aus mangelnder Disziplin nicht geschafft hat, wird sich nach 6 Wochen zwischen KFC, Wimpy’s, Hungry Lion, McDonalds und all den anderen grossen und kleinen Imbisstempeln garantiert zu einem fleischfreien Lebenswandel bekehren.
  5. Fast Food Teil 2: Die Rueckkehr zu dem guenstigen Strassenessen, nachdem man herausgefunden hat, dass das Einkaufen in Supermaerkten und Kochen von Mahlzeiten hier zwar ernaehrungs-, aber nicht preisbewusst ist.
  6. Kriminalitaet – die Erkenntnis, dass man in diesem Land wirklich nirgendwo sicher ist, das Knistern des Elektrozaunes um unser Grundstueck, der staendige Blick ueber die Schulter oder die Ausgangssperre nach 7 Uhr abends (es sei denn, man hat ein Auto – oder Freunde!) sind die Dinge, die die Lebensqualitaet in Deutschland ausnahmsweise nicht schlagen.
  7. Dass man zum Pinguine-Angucken 4 Euro bezahlen muss. Und dass es Touristen gibt, die das auch noch tun (wo man doch vom Zaun aus auch ganz niedliche Exemplare sehen kann...)
  8. Haie – angeblich gibt es hier sogar mehr als an den Kuesten Australien. Kein Kommentar.
  9. Das eiskalte Wasser an den Straenden, das direkt vom Suedpol kommt und unterwegs nicht viel an Temperatur gewonnen hat. Jeden Sonntag Morgen treffen sich in Camps Bay die “Polar Bears“ und trotzen der Natur (ich meine: Sonntag Morgen! 9 Uhr! 13 Grad Wassertemperatur! Und Nummer 8!!!)
Stimmt, das waren nur 9. Nummer 10 braucht etwas mehr Platz und Zeit und ist ernsthafterer Natur, weshalb ich sie fuer meinen naechsten Eintrag aufhebe.
Wer jetzt vielleicht verstoert ist ueber meine Einstellung Suedafrika gegenueber: Ich halte es mit dem unbekannten Weisen, der sagte: Man liebt niemals weil, aber immer trotz. Ich liebe das Leben in Suedafrika – trotz und wahrscheinlich sogar auch ein bisschen weil.

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